Preisverleihung für Online-Wettbewerb hessischer Schulen

FR, FAZ und FNP berichten von der Veranstaltung in Höchst

Frankfurter Rundschau

Sonderpreise für zwei Frankfurter Schulen

Zwei Frankfurter Schulen sind bei dem ersten Wettbewerb "Hessens Schulen im Netz" ausgezeichnet worden. Das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium erhielt einen Sonderpreis für die "Besten Schülerseiten mit animierten Grafiken". Für das Gymnasium, das unter http://www.hvgg.de/ im Internet zu finden ist, erstellten Schüler der Klassen 9 und 10 im Wahlpflichfach Informatik bewegte Grafiken. So findet sich zum Beispiel eine grüne Wiese, aus der sich lauter Maulwürfe zuerst heraus-, und dann wieder einbuddeln.

Die Otto-Hahn-Schule erhielt einen Sonderpreis für die "informativste Startseite". Auf http://www.otto-hahn-schule-frankfurt.de/ präsentiert die Nieder-Eschbacher Gesamtschule mit angeschlossener Oberstufe übersichtlich und nach Aktualität geordnet die wichtigsten Ereignisse und Nachrichten rund um die Schule. Die Meldungen werden durch Teaser-Texte kurz erläutert. Über eine Leiste gelangen die Nutzer schnell zu weiteren Übersichtsseiten, wie zu der aktuellen Ausgabe der Schülerzeitung "Der Hahn". prrun



Frankfurter Allgemeine Zeitung

Internetauftritt in zehn Sprachen

Kultsministerin prämiert Hessens beste Schulhomepages

FRANKFURT. Kultusministerin Karin Wolff (CDU) hat gestern 15 Schulen für ihre Internetauftritte ausgezeichnet. 160 Schulen hatte sich an dem Wettbewerb "Hessens Schulen im Netz" beteiligt. Due Jury hatte sechs Kriterien in die Bewertung einbezogen, unter anderem die Möglichkeit zur Interaktion, die Navigation und die visuelle Gestaltung der Seiten.

Drei Minuten hat die angeseisten Lehrer Zeit, um den Internetauftritt ihrer jeweiligen Schule auf großen Projektinsflächen vorzustellen. Was bei weitem nicht ausreichte, um das ganze Angebot zu zeigen. Neben aktuellen Terminen finden sich auf den meisten Seiten auch virtuelle Rundgänge durch Schulgebäude, darüber hinaus können Klausurtermine und Fahrpläne abgefragt werden. Viele Homepages sind in mehreren Sprachen abrufbar; Spitzenreiter ist dabei die Ofen Schule Babenhausen, die in der Kategorie Mittelstufe den ersten Platz erreichte. In zehn Sprachen präsentiert sie sich im word wide web. Außerdem hat die "Projektgruppe Homepage" der Schule Fernseh- und Hörfunktips zum Thema Bildung zusammengetragen. Auch Arbeitsblätter können am heimischen Computer ausgedruckt werden, was sich besonders für das verspätete Bearbeiten der Hausaufgaben am Sonntag abend eignen dürfte.

Die Otto-Hahn-Schule aus Frankfurt erhielt einen der Sonderpreise - ihre Homepage wurde als informativste gewürdigt. Bie ihr und allen anderen Bewerbungen habe man gesehen, wieviel "Herzblut und Engagement" in den Internetauftritten der Schulen stecke, hob die Kulutsministerin hervor. Wolff lobte außerdem die Kreativität und Ausdauer der Schüler, die weitgehend selbstständig gearbeitet hätten. Zusammen mit der Siegerurkunde erhielten die Gewinner ein Preisgeld in der Höhe von 1000 Euro und zwei Lernsoftware-Pakete. Diese werden wahrscheinlich auch dringend benötigt, wiesen jedoch fas alle Schulvertreter auf die veraltete Ausstattung ihrer Computerräume hin.

(Die Sonderpreise wurden mit 250 Euro und einem Abo der Computer-Bild belohnt; Anmerkung der Homepage-Redaktion)


Frankfurter Neue Presse

Viele Schüler sind im Internet schon zu Hause

Frankfurt. 15 Schulen hat das Hessische Kultusministerium gestern für deren Internetseiten ausgezeichnet. Sie sind die Sieger im Wettbewerb "Hessens Schulen im Netz", den das Kultusministerium zum ersten Mal veranstaltet. Eine Jury bewertete neben Umfang, Aufbau und Design auch die Übersichtlichkeit von 160 angemeldeten Internetseiten. "Vielfach haben es Laien geschafft, professionelle Internetauftritte herzustellen", urteilte Hessens Kultusministerin Karin Wolff (CDU) bei der Preisverleihung in Frankfurt.

Als Belohnung erhielten die Siegerschulen Geldbeträge und Lernprogramme für den Computer. Die Jury lobte die unterschiedlichen Internetseiten für "klare Strukturen", "eine einmalige Themenpalette" oder "professionelle Navigation durch die Seiten". Manche Schulen hatten unter anderem Klausurentermine, Musikdateien des Schulorchesters oder die E-mail-Adressen ihrer Lehrer auf ihre Internetseite gestellt.

Ziel des Wettbewerbs war es laut Kultusministerium, die Eigendarstellung der Schulen zu fördern und ihnen Anreize für anspruchsvolle Internetauftritte zu geben. Die Siegerschulen sind die Käthe-Kollwitz-Schule aus Gießen (im Bereich Grundschule), die Offene Schule Babenhausen (Mittelstufe), das Gymnasium Philippinum aus Marburg (Gymnasium), die Georg-Kerschensteiner-Schule aus Obertshausen (Berufsschule), die Max-Kirmsse-Schule aus Idstein (Sonderschule) und das Marianum aus Fulda (Privatschule). Weitere Sonderpreise gingen an je zwei Schulen aus Frankfurt und Butzbach sowie an Schulen in Wiesbaden, Bad Nauheim, Bad Homburg, Hünfelden-Dauborn und Kassel.

Viele der preisgekrönten Seiten wurden von Lehrern und Schülern gemeinsam erstellt. "In technischen Fragen sind die Schüler oft besser als ihre Lehrer, aber das sollten diese nicht als Majestätsbeleidigung ansehen", sagte Ministerin Wolff. Gelegentlich führt das zu interessanten Ergebnissen, wie beispielsweise beim Gymnasiums aus Marburg: Dessen Internetseite wurde von einem Schüler gesponsert, der schon seit der zehnten Klasse eine eigene Internetfirma hat.

Der Wettbewerb setzt die Aktivitäten des Kultusministeriums zur Qualifizierung von Schülern und Lehrern im Bereich der Neuen Medien fort. Im Mai 2001 hatte das Land Hessen gemeinsam mit den Schulträgern und der hessischen Wirtschaft die Medieninitiative "Schule@Zukunft" gestartet, um die Rahmenbedingungen für die Nutzung von Computern im Unterricht zu verbessern und auch das Internet zu selbstverständlichen Unterrichtsmitteln werden zu lassen. Mit "Schule@Zukunft" sollen bis zum Jahr 2005 mindestens 100 Millionen Mark aufgewendet werden, um die Ausstattung der Schulen mit Computern sowie deren Vernetzung, Wartung und Pflege deutlich zu verbessern und die Medienkompetenz von Lehrern und Schülern zu stärken.



html-Umsetzung: Andreas Tripp Datum: 16.02.2002