Otto-Hahn-Schule muss weiter wachsen

Erweiterungsbedarf wegen steigender Bevölkerungszahlen im Frankfurter Norden / Tag der offenen Tür

VON AKIN KÜLHANBEY

Die neue Sporthalle war eine der Attraktionen beim Tag der offenen Tür in der Otto-Hahn-Schule am Samstag. Unter anderem gab es von Schülern organisierte Führungen; außerdem wurden die Pläne für den Erweiterungsbau präsentiert. Mehr als eine Stunde hatte die Zwölftklässlerin Rangina Alam die Familie Appelgren am Samstag durch ihre Schule geführt und für sie geworben. Mit Erfolg. Denn nach der Führung waren sich der elfjährige Quasar und seine 14-jährige Schwester Nova sicher: Sie wollen im nächsten Schuljahr zur Otto-Hahn-Schule wechseln, auch wenn sie dafür aus der Innenstadt herfahren müssen. Doch die Schülerin begeisterte nicht nur Quasar und Nova, auch die Eltern waren sehr angetan. "Vor allem haben mir die Präsentationen im naturwissenschaftlichen Bereich gefallen", lobte Richard Appelgren. Dort gaben Schüler der Leistungskurse Chemie und Geschichte einen Einblick in die Historie der Parther, die 2300 Jahren lebten.

"Ich hatte das Gefühl, dass die Lehrer ihre Schüler für den Lehrstoff begeistern können", sagte Richard Appelgren. Solche Aussagen und die knapp 900 Euro Erlös aus dem Verkaufs von Kuchen, Wurst und Getränken freuten Schulleiter Stefan Schmidt. Doch es gab noch mehr Grund zur Freude. Denn während andere Frankfurter Schulen um die Existenz bangen müssen, wird die kooperative Gesamtschule weiter ausgebaut.

"Dass die Schule wächst, ist nötig, denn immer mehr Menschen lassen sich im Norden Frankfurts nieder", bemerkte Schmidt, "das bedeutet mehr Schüler. Mit fast 1050 Schülern haben wir zu wenig Platz und konnten letztes Jahr deshalb nur vier Klassen aufnehmen." Doch mit dem Erweiterungsbau mit 13 Klassenräumen und einer Cafeteria, der 3,5 Millionen Euro kosten und bis Ende des Jahres fertig gestellt werden soll, werde für mehr Schüler Platz geschaffen. Zudem werde die im Oktober 2002 begonnene zweite Sporthalle mit 1188 Quadratmetern Spielfläche Anfang März bezugsfertig sein. Zur Präsentation der 4,4 Millionen Euro teure Halle war eigens der Projektleiter vom Hochbauamt, Stefan Liebs, erschienen. Er stellte die Pläne am Tag der offenen Tür vor. Voraussichtlich werde im April 2005 mit der Sanierung des Hauptgebäudes begonnen. Die Sanierung soll etwa zehn Millionen Euro kosten.

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Dokument erstellt am 09.02.2004 um 00:04:18 Uhr
Erscheinungsdatum 09.02.2004 | Ausgabe: S | Seite: 30