Frankfurter Neue Presse
Grundsteinlegung für 4,4 Millionen Euro teure Sporthalle in Nieder-EschbachAuf diese Steine bauen die VereineNieder-Eschbach. "Der Neubau lohnt auch für den Steuerzahler." Schulleiter Stefan Schmidt verwies gestern bei der Grundsteinlegung für die neue Sporthalle an der Gesamtschule auf den Nutzeffekt für den Frankfurter Norden. Gerade die Sportvereine in Nieder-Eschbach leiden zurzeit unter großem Platzmangel in den Hallensportarten. In der derzeitigen Situation des städtischen Haushalts ist ein solches Projekt ansonsten auch kaum vermittelbar. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) beglückwünschte dann auch alle Beteiligten, dass das Projekt jetzt umgesetzt wird: "Damit ist ihnen ein Golden Goal gelungen", verfiel sie in die Sportlersprache. Durchhaltevermögen haben die Nieder-Eschbacher gezeigt, denn diskutiert wird über eine Erweiterung schon seit über 20 Jahren. 1999 erfolgte endlich der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Doch weitere drei Jahre mussten wegen Streitigkeiten über Größe der Halle ins Land ziehen. Letztendlich verzögerte der neue Baudezernent Franz Zimmermann (FDP) den Baubeginn noch ein wenig, wie er freimütig einräumte. Denn bei der ersten Ausschreibung hatte sich nur ein Unternehmen gemeldet. "Jetzt bauen wir günstiger und schneller", stellte Zimmermann zufrieden fest. November 2003 wurde als Fertigstellungstermin genannt. "Wir werden genauesten darauf achten, dass diese Zusage eingehalten wird", versprach der Baudezernent. Der Clou der 4,389 Millionen Euro teuren Halle ist das lichtdurchflutete Innere. "Die Sportler werden das Gefühl haben, als wenn sie unter freiem Himmel trainieren", schwärmte Architekt Harald Heußer, der zusammen mit Klaus Desoi beim Hochbauamt die Planung und Projektleitung innehat. An den Seiten ist das Gebäude völlig transparent. Damit können die Kinder der angrenzenden Kindertagesstätte das sportliche Treiben beobachten. Ansonsten hätten sie auf eine abweisende Betonwand schauen müssen. Bei einer solchen Bauweise mit vielen Fensterflächen liegt ein schnelles Aufheizen der Sporthalle nahe. Doch da haben die Planer etwas Besonderes ausgetüftelt. "Wir haben auf ein teures Klima- und Belüftungssystem verzichtet", sagte Heußer. Stattdessen wird auf eine "geschickt geplante natürliche Konvektion" gesetzt. Das heißt, nachts wird die kühlere Luft ins die Halle geleitet. Um den Sonnenschutz vor dem oft unvermeidlichen Vandalismus zu schützen, haben die Planer eine Schutzverglasung zur Schulhofseite in Griffhöhe vorgesehen. Das senkt die Bauunterhaltungskosten. Umkleidekabinen, Räume für die Lehrer und die Gerätschaften liegen bequem erreichbar auf Niveau des Spielfeldes. Es entsteht eine barrierefreie behindertengerechte Verbindung zwischen neuer und bestehender Halle sowie dem Kleinsportfeld. Erschlossen wird der Neubau von zwei Seiten. Für die Schüler wird der Eingang zum Schulhof die kürzestes Verbindung sein. Die Vereine werden die Sporthalle von den Parplätzen auf der Ostseite des Grundstücks betreten können. "Die Halle ist von 7.45 bis 22 Uhr geöffnet", betonte Schulleiter Stefan Schmidt. Somit wird viel Raum für den Breitensport geschaffen. Die Sportvereine im Frankfurter Norden werden es mit Freuden hören. Doch ein gutes Jahr dauert es noch. Autor: FNP html-Umsetzung: Tripp Datum: 18.09.02 |
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