Wenn Deutschunterricht und Kunst zusammenfinden

Die FNP berichtet vom Projekttag der F5b von Frau Hübner-Kühne

Nieder-Eschbach. Spannend, witzig und fantasievoll müssen Bücher sein, damit sie bei den Schülern der Klasse F 5a der Otto-Hahn-Schule ankommen. So jedenfalls lässt sich in etwa das Urteil der 28 Mädchen und Jungen zusammenfassen, die für ihren Deutschunterricht jeweils ein Buch gelesen und bewertet haben. Gestern stellten die jungen Leser nun die Bücher samt ihrer Bewertung bei einer Präsentation in der Schulbücherei vor.

"Abenteuerlich und spannend", lautet beispielsweise das positive Urteil von Mario Metzger. Aus einer Liste mit rund 60 Titeln


Nach so viel Lesestoff sorgten Tanz und Musik für Abwechslung in der kleinen Aula. Nadines Solo lockerte die Präsentation von 28 Büchern der fünften Klasse an der Otto-Hahn-Schule in Niede-Eschbach auf.

hatte er sich "Der verborgene Schatz" ausgewählt. Einige Wochen vor den Herbstferien hat der Schüler, genau wie seine Klassenkameraden, mit der Lektüre begonnen. Anschließend musste sich dann Gedanken gemacht werden über den Aufbau des Buches, die Handlung und die Sprache. Außerdem sollten sich die Jungen und Mädchen überlegen, was ihnen gut oder weniger gut an der Geschichte gefällt.

"Mir hat nicht gefallen, dass es keine Bilder gab", sagt Mario und kann das auch begründen: Mit Hilfe von Illustrationen hätte er sich vieles besser vorstellen können. Was die Herausgeber des Buches versäumt haben, holt Mario dann aber für seine Klassenkameraden und die Eltern und Lehrer nach. Auf einem großen Plakat, das er sichtbar für die Zuhörer an die Wand klebte, ist Irland zu sehen, der Handlungsort seiner Geschichte. Dazu hat Mario noch zahlreiche Bilder gemalt und Erläuterungen auf das Plakat geschrieben.

Plakate und eigens gebasteltes Anschauungsmaterial gehörte bei allen Schülern der F 5a zur Präsentation dazu. Wochenlang haben sich die Mädchen und Jungen auf diesen Tag im Kunst- und Deutschunterricht vorbereitet und sogar ein Rahmenprogramm mit Musik- und Tanzeinlagen vorbereitet. "Ihre Leistung einmal präsentieren zu dürfen, ist für die Schüler eine noch viel größere Motivation als die Bewertung durch Noten", sagt Klassenlehrerin Heidi Hübner-Kühne, die das Projekt im Deutsch- und Kunstunterricht umgesetzt hat. Die Lehrerin freut sich über das Engagement und die große Begeisterung, mit der die Kinder in den vergangenen Wochen an ihren Präsentationen gearbeitet haben. "Das ist ein schöner Erfolg, vor allem im Hinblick darauf, dass vier Kinder vorher noch nie ein Buch gelesen hatten."

Nicht nur das Interesse der Schüler an Büchern scheint durch das Projekt geweckt, vielmehr haben die 28 Kinder zudem bewiesen, welch aufmerksame Leser sie sind. So bemängelt René Schneider die Rechtschreibfehler, die er bei seiner Lektüre entdeckt hat und zieht daraus das Fazit: "Wenn so viel falsch geschrieben ist, kann man ja gar nichts lernen." (cdt) © 2002 Rhein-Main.Net


Autor: FNP html-Umsetzung: Tripp Datum: 05.12.02