Weiterentwicklung der Otto-Hahn-Schule

Ein Ausblick vom pädagogischen Leiter Joachim Astemer

Im Schuljahr 2004/2005 hat das Kollegium der Otto-Hahn-Schule zukunftsorientierte Veränderungen für die Entwicklung der Schule beschlossen, die im kommenden Schuljahr in der Praxis angepackt werden sollen.

So soll der Hauptschulbereich in Richtung Berufsorientierung weiter entwickelt werden durch die Einführung eines Praxistages im achten Schuljahr. Hierzu haben sich schon einige Firmen aus dem Umkreis bereit gefunden, indem sie Schüler/innen einen Praxisplatz bieten. Auf der Agenda Hauptschule 2005 stehen die Themen Rhythmisierung des Schultages, offener Unterrichtsbeginn, gemeinsames Mittagessen, Nachmittagsunterricht und Mittagsbetreuung, Lernmethoden, Praktisches Arbeiten, Prävention im Team im Jahrgang 7 (PIT- Projekt in Zusammenarbeit mit Jugendhilfeeinrichtungen und Polizei), Profil des Hauptschulzweiges.

Im Gymnasialbereich wird der erste Jahrgang aufgenommen, der nach 12 Jahren Abitur machen wird. Dadurch werden sich die Strukturen im Gymnasial- und Realschulbereich im Lauf der nächsten Jahre ändern.

Die Gesamtkonferenz hat als Änderung der bisherigen Raumverteilung beschlossen, dass die Lehrer (in der Regel ein Zweier/Dreier-Team) ihren Klassenraum zugewiesen bekommen, d.h. dass die Schüler/innen den Raum eines Lehrers aufsuchen. Davon erhoffen wir uns eine schönere Gestaltung der Räume sowie bessere Arbeitsmöglichkeiten für die Lehrer und Lehrerinnen. Ebenso ist beabsichtigt, das großzügige Außengelände ästhetisch anspruchsvoll zu gestalten.

Eine weitere positive Veränderung wird durch die Entwicklung zur Schule mit Mittagsbetreuung erfolgen. Der Antrag dazu an das HKM wird dieses Jahr erneuert. Dazu hat das Kollegium in mehreren Arbeitsgruppen ein Konzept erarbeitet, das schon ab September in Grundzügen praktisch erprobt werden soll. Die neue Cafeteria bietet den Schülern die Möglichkeit, in der Schule zu Mittag zu essen und anschließend weiteren Aktivitäten nachzugehen. Folgende Angebotsbereiche sollen nach ihrer Genehmigung ausgefüllt werden: Förderung spezifischer Gruppen z.B. durch Hausaufgabenhilfe, Neigungskurse (Musik!), Unterstützung der motorischen Entwicklung: Entspannung und Bewegung ( Sport!), fachliche Vertiefung: WPU-Kurse, Projektunterricht etc., Fachunterricht am Nachmittag.

Dies alles wird allmählich zu einem neuen Tagesrhythmus in der Schule für Lehrer und Schüler führen. Auch das interkulturelle Miteinander soll durch diese Maßnahmen gefördert werden. Wir hoffen, dass auf diese Weise alle noch mehr als bisher die Otto-Hahn-Schule als ihre Schule begreifen.

Die Schule wird mit einer Reihe von außerschulischen Institutionen zusammenarbeiten, um diese Angebote realisieren zu können. Zu diesem Kreis gehören das Jugendhaus Bonames, Vereine im Ort, Eltern, Honorarkräfte. Ein großer Zugewinn wäre die Einrichtung einer Dependance der Musikschule Frankfurt, die auch der Otto-Hahn-Schule zu Gute kommen wird, da die Pädagogen der Musikschule auch für Talente aus der OHS da sind und teilweise Fachunterricht in Musik anbieten wollen. Ein Künstler wird für an Skulpturen interessierte Schüler ebenfalls einen Kurs anbieten. Alles in allem soll das kulturelle Angebot z.B. in Form von Kulturabenden erweitert werden, um die Schulgemeinde einander näher zu bringen und das Wissen übereinander und somit auch das Verständnis füreinander zu vergrößern.

Joachim Astemer