Voraussichtlich im Januar werden Schüler der Otto-Hahn-Schule in den neuen Erweiterungsbau ziehen. Doch die Bau- und Sanierungsarbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen. Zwei Gebäudeteile stehen noch aus. Bis 2007 sollen die Arbeiten noch gehen.
Im April wurde die neue Turnhalle der Otto-Hanhn-Schule eröffnet. Zwei Monate zuvor hat das Frankfurter Architektbüro HGP den Erweiterungsbau (Gebäudeteil F) mit 13 Klassenräumen, einer Küche und Cafeteria begonnen. Dort werden die Schüler im Januar einziehen können, so der Architekt und Abteilungsleiter beim Hochbauamt, Harald Heußer. Doch damit wird der Baulärm an der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe noch lange nicht abebben- damit ist erst nach Abschluss der Sanierung der beiden Gebäudeteile C und E zu rechnen.
In beiden Trakten befinden sich insgesamt 20 Klassen-, zehn Übungs-, drei Schulungsräume und drei Lehrsäle, wie Schulleiter Stefan Schmidt mitteilt. Um den heutigen Brandschutzauflagen zu entsprechen, müssen diese erneuert werden. Das Hochbauamt will deshalb neue feuerbeständige Türen und solide Zwischenwände einbauen. Derzeit gebe es an der Schule, die seit 1969 besteht und etwa 1030 Schüler zählt, viele Trennwände, die nur bis zur abgehängten Decke hochgezogen seien. Das müsse geändert werden, weil sich bei einem Brand in dem Bereich zwischen Rohdecke und abgehängter Decke Rauch verbreiten und in die anderen Räume dringen könnte, so Heußer. Zudem sollen dunkle Innenräume zurückgebaut werden und stattdessen helle, so genannte Lichthöfe, entstehen. Eine zu installierende Brandmeldeanlage und zusätzliche Fluchtwege sollen die Sicherheit erhöhen, sagt Architekt Heußer. Über eine Zentralheizung mit elektrischer Steuerung und neuen wärmegedämmten Fenstern soll die Schule zudem Heizkosten einsparen. ,,Damit soll auch ein optimales Raumklima geschaffen werden", so Schulleiter Schmidt.
Die Kosten nach der derzeitigen Planung liegen bei 10,8 Millionen Euro, wie Harald Heußer mitteilt. Doch das könnte sich ändern, vermutet der Abteilungsleiter. Denn nach einem Beschluss der Stadtverordneten sollen die zwei Bauabschnitte, die in der bisherigen Planung vorgesehen ist, zu einem zusammengefasst, im Sommer 2006 begonnen und Februar 2007 abgeschlossen werden. Überdies wollen die Stadtverordneten, dass für die wegfallenden Unterrichtsräume Container aufgestellt werden.
Das Hochbauamt wollte mit der Sanierung hingegen im Sommer 2005 beginnen. Im Sommer 2006 sollten nach jetziger Planung die Arbeiten fortgesetzt und im Frühjahr 2007 beendet werden. Container sind nicht vorhergesehen. Der jetzige Plan ,, ist im Bezug auf die Belastung von Lehrern und Schülern und der Wirtschaftlichkeit optimiert", so Heußer. ,,Welche terminlichen Vorteile der Beschluss bringen kann" müsse erst geprüft werden. Sicher sei aber, dass mit der Auslagerung der Schüler in Container die Gesamtkosten steigen würden.
Quelle: Frankfurter Rundschau,Freitag/Samstag, 31.Dezember 2004 Autor: Akin Külhanbey