Mit Lipgloss zum TraumjobBerufsberatung in Nieder-EschbachVON VALESKA LECHLA UND FRAUKE MÖLLER / FR-Online
Traumberuf Maskenbildnerin (Bild: FR/A.Fischer)
Penar ist platt. Als die 14-Jährige in den Spiegel blickt, erkennt sie sich kaum wieder: "Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan", beschreibt die Hauptschülerin der Otto-Hahn-Schule selbst den Wandel, der der Stylistin Babara Hostalka gelungen ist. In ihre weiche Naturkrause hat Hostalka eine schwungvolle Löwenmähne gezaubert. Der Duft von edlen Pflegeprodukten zieht durch die Schulbibliothek. Die gelernte Maskenbildnerin nutzt den Raum am Dienstag im Rahmen des Projektes "Level 24". Das soll den Schülern der Klasse 8HA Perspektiven für den Einstieg in die Berufswelt öffnen. Zehn Mädchen und fünf Jungs staunen, wie viele kunterbunte Töpfchen, Tiegel und Pinsel "Frau Schminkerin" ausgebreitet hat. Schnell sind Freiwillige gefunden, die von Hostalkas Fähigkeit, Menschen zu verschönern und ihren Tipps profitieren möchten. Penar, Nathalie und Jessica bekommen ein schickes Fünf-Minuten-Make-up. Sobald die Mädchen die Verwandlung ihres Äußeren wahrnehmen, rücken alle näher an den Tisch, jede will geschminkt werden und bestürmt die Stylistin mit Fragen. So erfahren sie, dass Hostalka von Kapstadt bis Dubai Schauspieler und Models bepudert. Das Besondere an ihrem Beruf als Stylistin: "Schminken können viele, Haare machen eben nicht." Auch die 14-jährige Negin hat ihren großen Auftritt. Sie darf an ihrer Klassenkameradin die türkische Art der Haarentfernung mit dem Faden demonstrieren. "Ich hab' selber schon Kunden", verrät sie lächelnd. Ein Kulturaustausch, den Hostalka ausdrücklich lobt. Erste Praktika sind vereinbart"Ihr könnt das auch erreichen", ermutigt sie die Jugendlichen. "Dafür müsst ihr kreativ sein, gut Englisch sprechen und Praktika machen, dann reicht der Hauptschulabschluss." Damit trifft sie den Nerv von Penar, Nathalie und Jessica. Sie sind begeistert von der Mischung aus Kreativität und Handwerk: Stylistin ist für sie ein "Beruf zum Anfassen". Ganz im Sinne von Hanke Sühl von der schulbibliothekarischen Arbeitsstelle der Stadt, die die Bibliothek für den Workshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Berufe zum Anfassen" organisiert hat. Ein Werbefotograf und ein Schriftsteller waren schon zu Besuch. Dass ihnen diese Begegnungen Lust aufs Berufsleben gemacht haben, zeigt sich an den Plänen der Mädchen: Praktika beim Friseur oder in einer Modeboutique sind schon vereinbart, um wie Barbara Hostalka ihren Traumberuf zu finden. [ document info ]Copyright © FR-online.de 2009 Dokument erstellt am 04.11.2009 um 18:13:56 Uhr Letzte Änderung am 04.11.2009 um 18:17:48 Uhr Erscheinungsdatum 04.11.2009 |