01.10.2009 Projekt "CEF-Explorer" mit Goethe-UniOHS eine von drei KooperationsschulenBericht von Dr. J. Salzner und U. HaasIm Rahmen des Kooperationsprojekts "CEF-Explorer" mit der Goethe-Universität Frankfurt hatten rund 20 Oberstufenschülerinnen und -schüler der Otto-Hahn-Schule die Gelegenheit den Forschungsbetrieb in renommierten Arbeitskreisen der naturwissenschaftlichen Fachbereiche kennen zu lernen und eigene Experimentelle arbeiten durchzuführen, die weit über die schulischen Möglichkeiten hinausgehen.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der OHS am CEF-ExplorerDas Cluster of Excellence Frankfurt ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum an der Universität Frankfurt. Übergeordnetes Forschungsthema sind so genannte "Makromolekulare Komplexe". Dazu gehören eine Vielzahl von Proteinen in Zellen und der Zellmembran und auch die DNA. Im CEF arbeiten zahlreiche Forschungseinrichtungen und Institute der Universität insbesondere am Campus Riedberg zusammen. ![]() Im Projekt CEF-Explorer beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler über ein Schulhalbjahr mit kleinen Arbeitsthemen, durch die sie einzelne Forschungsbereiche und Arbeitsweisen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im CEF kennen lernen. Dabei erhalten sie die Möglichkeit, zu dem jeweiligen Arbeitsthema Experimente im Schülerlabor, in Einzelfällen auch in Forschungslaboren des CEF, durchzuführen. Zum Abschluss des Projekts präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihr jeweiliges Arbeitsthema. Ziel des Projekts ist es, unterschiedliche Forschungsgebiete und Arbeitsweisen, die im CEF zusammentreffen, den Schülerinnen und Schülern vorzustellen und in Verbindung mit den Inhalten des Fachunterrichts in den Schulen zu bringen. Derzeit kooperieren drei Frankfurter Schulen (Otto-Hahn-Schule, Ziehenschule, Ernst-Reuter-Schule) in diesem Projekt mit dem Goethe-Schülerlabor. Jede Schule stellt dabei einen Kooperationslehrer zur Organisation und Betreuung der Schülerarbeitsgruppen in den Schulen. Die insgesamt 48 Schülerinnen und Schüler besuchen drei Veranstaltungen im Verlauf eines Schulhalbjahres am Campus Riedberg. Der Start des CEF Explorer erfolgte am 1. April mit einer Auftaktveranstaltung am Campus Riedberg der Goethe-Universität. Die 48 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Otto-Hahn-Schule, Ziehenschule und Ernst-Reuter-Schule 1 erhielten nach der offiziellen Begrüßung zum Projekt eine Einführung in die Forschungsbereiche und des CEF durch Frau Dr. T. Schuler (CEF Scientific Manager), so wie eine Sicherheitsunterweisung für das Arbeiten in den Forschungslaboren durch Herrn Prof. Dr. J. W. Engels. Im Anschluss daran lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Bertreuerinnen und Betreuer aus den entsprechenden Forschergruppen des CEF kennen.
Vom 20. bis 30. April fanden die Experimentiertage für die Schülerteams in den Forschungslaboren des CEF statt. Am 19. Mai stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Themen, Experimente und Erfahrungen im Projekt CEF-Explorer auf Postern und in Kurzvorträgen den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie der Öffentlichkeit am Campus Riedberg vor.
Der Verlauf und die Ergebnisse des Projekts CEF-Explorer, so wie sie sich in Rückmeldungen der Projektbeteiligten und durch die überraschend professionellen Posterpräsentationen und das große Engagement der Schülerinnen und Schüler äußern, erscheinen überaus positiv. So verwundert es nicht, dass alle Schülerinnen und Schüler wieder an diesem Projekt teilnehmen würden. Der CEF-Explorer soll voraussichtlich im Frühjahr 2010 erneut durchgeführt werden. Das Projekt ist ein Baustein im naturwissenschaftlichen Konzept der Otto-Hahn-Schule, mit dem Ziel eine positive und aufgeschlossene Haltung gegenüber den Naturwissenschaften bei den Jugendlichen zu fördern. Den Posterpreis für das beste Poster der Otto-Hahn-Schule erhielten Sara Baesler, Büsra Salbas und Lavanya Sothinathan für ihre Darstellung der Arbeiten zum Thema "Anzucht und Aufreinigung von Proteorhodopsin".
Einen Sonderpreis für ihren Vortrag zum Thema "Polymerasekettenreaktion und Agarosegelelektrophorese" erhielten Jennifer Roth und Colin Seebach.
Bericht in der Frankfurter Rundschau vom 2.4.2009 Dr. J. Salzner, U. Haas |