Schoko-Osterhasen für Kairo

Schüler einer französischen Schule aus Kairo besuchen OHS

Bericht aus der FR vom 01.04.2009 von M. Fritzen / Bild: M. Müller

Nieder Eschbach / Alexandra und Alexandre sind sind sich einig: Deutschland ist ein sehr sauberes, gut organisiertes, aber kaltes Land. Kein Wunder: In ihrer Heimatstadt Kairo herrschen derzeit Temperaturen um die 30 Grad Celsius, nicht zu vergleichen also mit dem derzeitigen deutschen Vorfrühling.

Die beiden 15-jährigen Schüler des Französischen Gymnasiums Kairo, "Lycée Français du Caire", besuchten im Rahmen einer mehrtägigen Europareise zusammen mit ihren 34 Mitschülern am vergangenen Freitag die Otto-Hahn-Gesamtschule in Nieder-Eschbach.

"Auf unserer Europareise geht es besonders um die Europäischen Institutionen und den Kontakt mit europäischen Schülern. Zudem sollen die Schüler lernen, sich in einer fremden Stadt zurechtzufinden", erklärte Alain Ibanez, Deutschlehrer an der ägyptischen Schule.

In Frankfurt standen neben einer Stadtführung ein Besuch der Europäischen Zentralbank und eine Tour durch das Geldmuseum auf dem Programm, bevor die Reise der Gruppe über Straßburg und Luxemburg nach Brüssel führte. Vorher noch besuchte sie das ehemalige Konzentrationslager Struthof im Elsass.

Die gesamte Europa-Tour sei sehr aufregend und interessant, so Schüler Alexandre. Die deutschen Schüler seien kontaktfreudig und hilfsbereit. "Bei der Verständigung gibt es überhaupt keine Probleme. Wir sprechen von allem etwas. Ein wenig Deutsch, Englisch oder Französisch", erklärt er. Bisher sei er einmal am Bodensee gewesen, kenne von Deutschland sonst jedoch nur die hervorragende Schokolade. "Von diesen leckeren Schokoladenosterhasen werde ich möglichst viele mit nach Ägypten nehmen", erklärt der 15-Jährige und lacht. Allgemein schmecke ihm das deutsche Essen sehr gut.

Die afrikanischen Gäste mussten ihre Tour durch Europa privat finanzieren, da der Austausch nicht zu einem offiziellen Programm gehört. Jeder ägyptische Schüler musste daher rund 900 Euro für die Reise aufbringen. "Der Flug hat dabei den größten Teil eingenommen. Das gesamte Besichtigungsprogramm ist dagegen für uns nahezu kostenlos", so Ibanèz.

Der Kontakt zwischen beiden Schulen kam durch eine deutsche Lehrerin der Evangelischen Oberschule in Kairo zustande.

"Wir sind sehr stolz darauf, als erste Schule in Frankfurt Gäste aus unserer Partnerstadt Kairo empfangen zu dürfen. Wir freuen uns, den Gästen einen Eindruck unseres Schullebens vermitteln zu können und hoffen für die Zukunft auf weitere Besuche", erklärte Lehrerin Eva Pelkner. Es sei schade, so Pelkner, dass trotz der offiziellen Städtepartnerschaft zwischen Kairo und Frankfurt kein Schüler-Austauschprogramm der beiden Städte existiere.

Nach einer offiziellen Begrüßung durch die Schulleitung und einem gemeinsamen Mittagessen stand eine deutsch-ägyptische Sportstunde auf dem Programm. Ganz nach dem Geschmack von Schüler Alexandre: "Ich liebe Sport und besonders Fußball."

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Dokument erstellt am 31.03.2009 um 15:32:01
Uhr Letzte Änderung am 31.03.2009 um 18:53:23 Uhr
Erscheinungsdatum 01.04.2009