Gestatten: Die neue HausherrinNeue Schulleiterin Birgit Haake stellt sich vorBericht aus der Frankfurter Neuen PresseNieder-Eschbach. Die Otto-Hahn-Schule (OHS) präsentierte nicht nur ihr pädagogisches Konzept, sondern auch ihre neue Leiterin. Birgit Haake soll die Gesamtschule in die Zukunft führen. Doch wofür steht Birgit Haake? Das interessierte so manchen Besucher. ![]() Foto: H. Seuffert Eine herzliche Begrüßung, ein strahlendes Lächeln bringt sie jedem Besuchern entgegen. Was folgt, ist ein fester Händedruck: «Hallo. Birgit Haake, ich bin die neue Schulleiterin.» Die rank und schlanke Frau strotzt vor Energie. Viel hat sie sich vorgenommen für diesen Tag, will überall sein, eilt durch die Gänge. Aber Birgit Haake steht für noch vieles mehr. Im Gespräch sprudelt es nur so. «Kommunikation ist mir sehr wichtig.» Mit ihrem neuen Kollegium an der OHS ist sie bereits vor ihrer Amtsübernahme ins Gespräch gekommen. «Ich habe mir die Schule genau angeschaut und für mich geprüft, ob wir zusammenpassen», erklärt sie. Denn der frischgebackenen Schulleiterin gehe es, auch nach 20 Jahren im Beruf, nicht um raschen Aufstieg an der Karriereleiter: «Wichtiger ist mir das pädagogische Konzept und die Arbeit mit den Schülern.» Unter diesem Aspekt hatte sie sich vor sieben Jahren bereits für die Heinrich-Mann-Schule in Dietzenbach entschieden. «Ich bin aus Überzeugung damals dahin gegangen und bin auch aus Überzeugung nun hierher gewechselt.» Denn sie stehe ganz hinter dem Konzept der Kooperativen Gesamtschule. Bilde diese doch den Querschnitt der Gesellschaft ab. «Schließlich leben wir auch außerhalb der Schule alle zusammen.» Ob nun Hauptschüler oder Gymnasiast – diese Vielfalt bereichere jeden einzelnen der Kinder und jungen Erwachsenen. Wenn Birgit Haake nun nach acht Jahren Direktor Stefan Schmidt ablöst, hat sie bereits einen langen Berufsweg hinter sich gebracht. Denn ursprünglich stammt die Lehrerin für Französisch und Latein aus dem nordrheinwestfälischen Minden. «Bereits in der Grundschule wusste ich, dass ich einmal Lehrerin werden wollte», erinnert sich die 47-Jährige. Schon früh habe sie Nachhilfeunterricht gegeben und für andere Kinder vorgelesen. Während des Gymnasiums wurde die Lateinlehrerin ihr Vorbild. Zunächst in Göttingen, später in Bielefeld studierte sie Lehramt. Anlass für den Wechsel der Universitäten war der Schwerpunkt der beiden Hochschulen: «In Göttingen haben sie uns zu Wissenschaftlern ausgebildet.» Sie aber wollte Pädagogin sein. Die erste Festanstellung bekam sie dann in Bad Lauterberg im Harz. Der Liebe wegen sei sie dann nach Hessen gekommen. Ihr Mann, ein Maschinenbauer, musste aus beruflichen Gründen umziehen. So kam Birgit Haake an die Gesamtschule in Dietzenbach, wo sie zuletzt für die Oberstufenleitung verantwortlich war. Solch lange Wege sind für die passionierte Trekkerin aber kein Grund, müde zu werden. Das ist sie von ihren Wanderungen bei Wochenendausflügen und auf Reisen schon gewöhnt. «Ein sehr guter Ausgleich zur Arbeit», findet sie. So läuft sie unermüdlich weiter. Nun liegt ihre Zukunft an der Otto-Hahn-Schule, für die neben ihrem Unterricht in Französisch und Latein noch einiges geplant hat. Vor allem den Haupt- und Realschulzweig will sie besser verzahnen und insgesamt eine engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft erwirken. «Doch erst einmal muss ich mich noch allen Schülern vorstellen», sagt sie. Denn von den 45 Klassen habe sie gerade erst 13 in den vergangenen zwei Wochen besuchen können. mer |