Tag der Offenen Tür 2008

Erster Blick in die neuen Räume/FNP berichtet

Nieder-Eschbach.fnp Modern und freundlich präsentierte sich die Otto-Hahn-Schule am Samstag den 09.02.08 beim Tag der offenen Tür. Dieses Jahr spielte nicht nur der Unterricht der Gesamtschule mit Oberstufe eine große Rolle. Vor allem die modernisierten Räume, in denen voraussichtlich ab Ostern unterrichtet wird, fanden große Beachtung. Während eine achte Klasse beispielsweise einen Lernzirkel zur Französischen Revolution bearbeitet

und eine zwölfte Klasse die DNA-Struktur der Besucher isolierte, war der Andrang auf die Führungen durch den neuen Schultrakte groß: Insgesamt 25 Klassen-, zehn naturwissenschaftliche Räume, vier Projekt- und zwei Kunsträume stehen nun zur Verfügung. Darüber hinaus schaffen zwei neue Hörsäle und ein zusätzlicher Klausurraum genug Ausweichmöglichkeiten. Wände aus Glas mit Blick auf den Schulhof, Parkettböden und farbenfrohe Akzente geben eine Grundlage für eine motivierende Lernatmosphäre.

Auf drei Lichthöfen mit vielen Sitzstufen können die Schüler frische Luft schnappen. Auch die Lehrer freuen sich über ihren ebenso hell gestalteten Aufenthaltsraum. Prunkstück der Sanierung ist zweifellos die neue Aula mit Vorhang, vielen Möglichkeiten zur Beleuchtung von Vorführungen sowie einer Leinwand.

Yasmin Bergemann, Haupt- und Realschullehrerin für Deutsch und Englisch, betont, dass die Stadtteilbibliothek Nieder-Eschbach mit der Bibliothek der Schule in dem neuen Gebäude wieder zusammengelegt wird. "Das ist eine einzigartig praktische Zusammenlegung für die Schüler, die das Angebot sehr gut nutzen."

Im neuen Gebäudetrakt werden die älteren Schüler ab der siebten Stufe büffeln. Die fünften und sechsten Klassen werden im Förderstufengebäude untergebracht, das ebenso erst vor zwei Jahren fertiggestellt wurde.

Doch auch in der Zeit, in der ein Großteil der Klassen auf Container ausweichen musste, waren die mehr als 1000 Schüler und die Lehrer produktiv: Wie in den vergangenen Jahren fand das Comenius-Projekt statt, das Schülern einen Austausch unter anderem nach Zypern, Ungarn und Spanien ermöglicht. Zudem erfreute sich das Gewaltpräventationsprogramm der hessischen Landesregierung "Prävention im Team" regen Interesses von Schülern der Otto-Hahn-Schule. Die freiwilligen Teilnehmer werden in Zusammenarbeit mit Polizei, Sozialarbeitern und Lehrern über Gefahrensituationen und mögliches Eskalationsvorgehen unterrichtet. Anschließend versuchen sie, beispielsweise im täglichen Busverkehr, für Ruhe zu sorgen. "All dies möchten wir gerne fortführen", plant Gabriele Telgenbüscher, stellvertretende Schulleiterin. "Außerdem möchten wir gerne die Angebote zur Berufsorientierung für Schüler der elften Klasse ausbauen. Ein Computerraum soll die Recherchen über Berufsbilder erleichtern." Für den Hauptschulzweig gibt es ein solches Angebot schon seit drei Jahren. Die Schüler können sich durchgehend an zwei Sozialpädagogen wenden und sich rund um das Thema Berufswahl beraten lassen.

Doch erst gilt es, die Schule möglichst ergebnisreich abzuschließen. Die neuen Räume und damit verbundenen Möglichkeiten geben dafür sicherlich eine gute Grundlage.(won)