Europatag der 12.Klassen am 11.05.2007

Schülerberichte

Es war einmal vor langer Zeit, genauer genommen am 11.05.2007, der Europatag


Ein Bericht von László Olivér Mester

Das Programm lautete:
1. Film: Grenzen weg- Job weg?
2. EZB- Besuch
3. Kuchenessen
4. Vorträge von einer Rumänin und einer Spanierin über ihre Länder.

Der Film behandelte da Thema der EU-Erweiterung, welche Vorteile und Nachteile dabei auftreten. So kann ein deutscher Arbeitsloser ohne besondere Bedingungen ich Frankreich arbeiten, aber ein qualifizierter Augenarzt muss nochmals eine Diplomarbeit schreiben, damit er sein Geschäft auch im Ausland betreiben darf.

Darauf folgte der EZB-Besuch. Die Sicherheitsmaßnahmen waren überspitzt, aber das Willkommensessen- und trinken war ganz vorzüglich und eine gute Vorbereitung auf den darauf folgenden Vortrag. Der Inhalt des Vortrags umfasste von der Funktion bis zu den Mitgliedern alles was man darüber wissen sollte. Auffällig war der Enthusiasmus der Präsentatorin.

In der Schule wieder angekommen aßen wir von unseren Kuchen. Und zum guten Schluss hörten wir uns die Vorträge von der Rumänin und der Spanierin an.

Im Großen und Ganzen war es ein guter informationsreicher Tag. Was überrascht hat, war die ausgesprochen gute Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler, die Sonst schwer für PW Themen zululässlich sind. Trotz alledem war der nach Hause - Weg eine Erleichterung für alle.

Bericht über EBZ

Am Freitag den 11.05.2007 beschloss die Klasse 12 der Otto-Hahn-Schule einen Projekttag einzulegen, da Europäische Woche war. Daher hielten sie es für Sinnvoll, nachdem sie sich einen Film über Europa am Morgen anschauten, die EZB in Frankfurt am Main zu besichtigen bzw. sich einen Vortrag anzuhören. Sie waren ca. um 10:30 an der EZB angekommen. Man hat sie mit großer Freude empfangen. Zuerst sollten sie ihre Personalausweise bzw. Reisepässe vorzeigen und erhielten somit eine "Visitorkarte". Anschließend gingen sie in Gruppen durch den Zoll und wurden danach in den 1.ten Stock gefahren, um sich einen Vortrag anzuhören. Jedoch mussten sie noch etwas Geduld haben, bis die Referentin kam. Das Warten wurde ihnen jedoch durch kleine Häppchen versüßt. Schließlich um ca. 11:00 begann der zweistündige Vortrag.

Die Referentin Barbara Eggels gab ihnen einen kleinen Einblick über die EZB. Sie beschrieb die Aufgaben der EZB, die weiteren Standorte in Frankfurt, die verschiedenen Integrationsschritte und ging auf die Anzahl der Mitarbeiter ein.

Hier erhalten sie einen kurzen Einblick in den Vortrag: Der Euro hängt stark von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main ab. Seit dem 1.1.1999 hat die EZB die geldpolitische Verantwortung im Euro-Raum von den nationalen Notenbanken übernommen. Diese wurden allerdings nicht abgeschafft, sondern bestimmen im Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) weiterhin die Geldpolitik mit. Die EZB hat in Frankfurt 3 Standorte. Den Eurotower, Eurotheom und die Commerzbank. Ein weiterer Standort soll an der alten Großmarkthalle im Ostend entstehen, wobei die Großmarkthalle abgerissen werden soll. Dadurch soll die Anzahl der Mitarbeiter von den jetzigen 1200 auf 1700 steigen.

Einige Aufgaben der EZB sind folgende:
  • Geldpolitik festlegen und ausführen
  • Devisengeschäfte durchführen
  • Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu halten und verwalten
  • Reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern
Voraussichtlich soll am 1.1.2008 Zypern und Malta die europäische Währung erhalten.

Frau Eggels konnte von den Schülern das Interesse wecken, durch ihre ausgezeichnete Art, wie sie den Vortrag gehalten hat. Den Schülern ist es auch wesentlich leichter gefallen ihr die ganze Zeit Aufmerksam zuzuhören, da sie die europäischen Institutionen bzw. EZB gerade in Klasse 12 behandeln. Es war ein sehr spannender, interessanter und erfolgreicher Besuch in der EZB.

Grenzen weg- Jobs weg? Was bringt uns Europa?

Ein Bericht von Jasmin Yosief

Anlässlich des 50-jährigen Bestehen der Europäischen Union geht die ARD-Sondersendung "Grenzen weg- Jobs weg? Was bringt uns Europa?" der Frage nach, ob Deutschland von dem grenzenlosen Europa profitiert oder nicht..

Obwohl das 50-jährige Bestehen der EU in diesem Jahr gefeiert wurde, scheint sich die Euphorie darüber in Grenzen zu halten. Ursache dafür ist, dass viele Bürger auf Grund des grenzenlosen Europas, Angst haben ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Martin Schulz ist einer von diesen Menschen, dem das wiederfuhr und dessen Schicksal in dem Film geschildert wird. Das Unternehmen, die AEG, bei dem er lange Zeit gearbeitet hatte, beschloss ihren Sitz nach Polen zu verlagern, obwohl das Unternehmen keine roten Zahlen hatte. Zwar hatten er und seine Kollegen sechs Wochen lang gestreikt doch vergebens, denn alles womit sie sich zufrieden geben mussten war eine Abfindung.



Martin Schulz hat kaum Hoffnung auf einen neuen Job und sieht sich als Opfer der Globalisierung und offenen europäischen Grenzen. Doch es gibt auch andere Meinungen zu diesem Thema. In dem Film wird eine Familie vorgestellt, die auf Grund der Perspektivlosigkeit und das Gefühl der Ausgegrenztheit in Deutschland nach Frankreich ausgewandert ist. Die Familie gibt zu, dass die Eingewöhnung in das fremde Land schwierig war und das sich ihre finanzielle Lage kaum verändert hat.

Andererseits habe sie jedoch ihr Selbstbewusstsein wiedererlangt, was für die Familie von größerer Bedeutung ist. Für sie macht Europa Sinn. Doch nicht bei jedem verläuft ein Neubeginn in einem anderen Land reibungslos, wie es bei einem Optiker der Fall war. Sein Wunsch eine Praxis in Belgien zu eröffnen wurde durch bürokratische Hindernisse verhindert. Zu den Gewinnern der offenen europäischen Grenzen zählen offensichtlich die neuen osteuropäischen Beitrittsländer, die nun mächtig aufholen und ihre Chancen nutzen. Des weiteren profitieren Städte wie Hermannstadt von der Verlagerung deutscher Unternehmen ins Ausland. Gerade Hermannstadt werde häufig von deutschen Unternehmen gewählt, da die Produktionskosten niedrig sind und es eine deutschsprachige Stadt mit gutem Ruf ist.

Ebenfalls zu den Gewinnern darf sich die Gruppe der Dolmetscher und Übersetzer zählen, die auf Grund der zunehmenden Sprachenvielfalt Europas gefragt sind. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bezieht in dem Film Stellung zum Thema. Sie ist der Meinung, dass die Erweiterung Europas hinsichtlich der Weltmärkte unverzichtbar sei. Nur ein geeinigtes Europa sei stark genug, um bei der fortschreitenden Globalisierung gegenüber Ländern wie China oder Amerika wettbewerbsfähig zu bleiben. Merkel stellt des weiteren fest, dass Deutschland mehr von Europa profitiert hat als Kompromisse machen musste. Auch laut Statistik ist Deutschland klarer Gewinner Europas, auch wenn der neue Wohlstand längst nicht bei allen ankommt.