Otto-Hahn-Schüler untersuchen den EschbachFNP berichtet vom 14.06.2006Nieder-Eschbach. Der achte "Geo-Tag der Artenvielfalt", eine bundesweite Aktion des Hamburger Magazins, war auch für die Naturwissenschafts-AG der Otto-Hahn-Schule Anstoß zu einer eigenen Expedition in der Heimat. Ausgerüstet mit einem Karton voller Gerät vom Küchensieb bis zum Mikroskop, durchforschte die Schülergruppe der 5. und 6. Klassen unter Leitung von Günter Wittje bis in den heißen Nachmittag hinein den Eschbach beim Jägersteg.
Gesucht und registriert wurde alles vom Bachflohkrebs bis zum Rollegel, und es wurden sogar Unterwasserfotos "aus der Sicht der Forellen" versucht. Währenddessen untersuchten die beiden Technik-Spezialisten der Gruppe, Manuel und Jonas, mit den mitgebrachten Analysekoffern das Wasser auf seinen chemischen Inhalt vom Sauerstoff bis zum Nitrat. "Systematisch und exakt, fast so wie die Profis und beispielhaft für andere Schüler", sagte Wittje. Wirkliche Neuentdeckungen von Tierarten hatte der Lehrer in einem so vom Menschen genutzten Gebiet nicht erwartet, "eine gewisse Überraschung für uns war es jedoch, an einer gut durchlüfteten Stelle des Baches Vertreter einer Tierart zu finden, die auf eine gute Wasserqualität hinweisen, obwohl der Bach als Ablauf der Kläranlage dient, möglicherweise eine Folge des langen kühlen und deshalb sauerstoffreichen Frühjahrs". Es bleibe jedoch abzuwarten, welche Veränderungen ein hoffentlich anhaltender Sommer mit seinen höheren Temperaturen mit sich bringe. (fnp) >>> weitere Bilder in der Galerie |